Private Rentenversicherung
Die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist heutzutage besonders für die Personen, welche erst in vielen Jahren in den verdienten Ruhestand gehen, bei weitem nicht mehr so sicher wie noch vor einigen Jahren.
Die Altersvorsorge besteht grundsätzlich aus drei Säulen, der gesetzlichen Altersvorsorge, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge.
Die Säule der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge wird bildlich gesprochen immer brüchiger.
Daher ist es um so wichtiger, private Vorsorge hinsichtlich der späteren Altersrente zu treffen.
Es gibt eine Vielzahl von Angeboten und Produkten, die man für die private Altersvorsorge nutzen kann.
An vorderster Stelle der Produktpalette steht sicherlich die private Rentenversicherung.
Diese erhält man im Rahmen einer Kapitallebensversicherung oder als reine Rentenversicherung.
Durch die Kapitallebensversicherung sichert der Kunde nicht nur seine Familie im Todesfall ab, sondern kann zugleich durch seinen Sparanteil eine zusätzliche private Rente im späteren Ruhestand erhalten.
Die private Rentenversicherung hingegen ist im Grunde keinen wirkliche Versicherung, sondern ein Rentensparplan.
Der Kunde zahlt hier feste monatliche Beiträge über einen festgelegten Zeitraum ein.
Bei Fälligkeit der Rentenversicherung werden die eingezahlten Beträge inklusive einer Verzinsung von durchschnittlich 4-6 Prozent pro Jahr an den Kunden ausgezahlt.
Dabei kann man zumeist wählen, ob man die gesamte Summe in einem Betrag ausgezahlt haben möchte oder sich die Beträge als lebenslange monatliche Rente auszahlen lässt.
Der Vorteil dieser Art von privater Altersvorsorge ist die Sicherheit der Anlage und die fest kalkulierbaren Renditen und somit auch die zu erwartende zusätzliche Rente durch die Anlage im Alter.
Zudem sind Teile der privaten Rente momentan noch steuerfrei und daher auch in dieser Hinsicht vorteilhaft.
Eine weitere Form der privaten Altersvorsorge, welche gerade in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, ist die Anlage in Investmentfonds.
Auch hier gibt es die Möglichkeit wie bei der Rentenversicherung bzw. Kapitallebensversicherung in monatlichen Raten zu sparen und sich später das Kapital in einer Summe oder als Rente auszahlen zu lassen.
Im Rahmen des Investmentsparens kann man zwischen der Anlage in Renten-, Immobilien-oder Aktienfonds wählen.
Die drei Arten von Investmentfonds unterscheiden sich durch ihre Rendite und somit auch durch ihre Sicherheit.
Die Anlage in Rentenfonds gilt als die sicherste Anlage, allerdings zumeist auch mit der geringsten Rendite.
Das Investment in Aktienfonds ist mitunter sehr rentabel, birgt allerdings auch etwas größere Risiken, welche allerdings durch die zumeist lange Laufzeit der Sparverträge minimal sind.
Auch im Rahmen der privaten Rentenversicherung durch die Anlage in Investmentfonds kommen steuerliche Vorteile zum Tragen, da Teile der Rendite der Immobilienfonds steuerfrei sind (Gewinne durch Kauf-und Verkauf der Immobilien durch den Fonds) und ebenso Teile der Rendite der Aktienfonds.
Da beide Formen der privaten Altersvorsorge ihre Vorteile haben, werden neuerdings die reine Rentenversicherung und die Anlage in Investmentfonds kombiniert.
Diese Kombination findet man zum Beispiel als fondsgebundene Rentenversicherung wieder, welche immer größeren Anteil an der privaten Rentenversicherung nimmt.
Der Kunde hat hier den Vorteil, auf der einen Seite die Sicherheit inklusive garantierter Mindestverzinsung der Rentenversicherung zu haben und auf der anderen Seite ebenfalls die Möglichkeit von höheren Renditen durch die Anlage in Investmentfonds.
Grundsätzlich haben beide angesprochenen Formen der privaten Rentenversicherung den Vorteil, dass man als Anleger oftmals schon ab einem Betrag von monatlich 50 Euro seine private zusätzliche Altersvorsorge vornehmen kann.
Neben der Rentenversicherung (Rentensparplan), dem Investmentsparen und der fondsgebundene Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung kann natürlich auch das eigene Haus bzw. Eigentumswohnung und Grundstück als private Altersvorsorge dienen.
Falls die eigene Immobilie schuldenfrei ist, spart man schon alleine durch den Wegfall von Miete bzw. Schuldzinsen für vorherige Hypothekendarlehen eine Menge an Kapital im Alter.
Zudem kann man mitunter sein Eigentum auch ganz oder teilweise vermieten und erhält dadurch regelmäßige Einnahmen, welche ebenfalls eine private Zusatzrente darstellen.
Wenn man von privater Rentenversicherung spricht, muss man auch die Riesterrente erwähnen, die zu genau diesem Anlass beschlossen worden ist.
Durch die Riester-Rente bekommt der Anleger steuerliche Vergünstigungen (Sonderausgabenabzug) und Zulagen vom Staat (Altersvorsorgezulage), welche ein Anreiz sein sollen, private Altersvorsorge zu betreiben.
Besonders attraktiv ist die Riester-Rente für Personen mit einem oder mehreren Kindern und einkommensschwachen Personen.
Grundsätzlich sind alle angesprochenen Formen der privaten Altersvorsorge (private Rentenversicherung, Fondssparplan und fondsgebundene Rentenversicherung) förderfähig.
Insgesamt betrachtet ist die private Rentenversicherung bzw. Altersvorsorge also heute sehr wichtig geworden, damit man im Alter zusammen mit der gesetzlichen und evt. betrieblichen Rente seinen gewohnten Lebensstandard aufrecht erhalten kann.
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